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Mälo und der Flaschentrick

Nur mit Muskelkraft lässt sich Mälo nicht ziehen.
Nur mit Muskelkraft lässt sich Mälo nicht ziehen.

Eine der Hauptattraktionen beim Veilchendienstagszug wird der per Muskelkraft gezogene Riesen-Mälo sein. Beim Probelauf stellte sich aber heraus, dass 2 Männer, beide stark wie Ochsen, nicht in der Lage waren, den Mälo zu ziehen.

Mit einem alten Krombacher Flaschentrick ist Mann jedoch in der Lage, ganz allein den Wagen mit dem Sugambrerkönig zügig vorzubewegen.

Dank dem Flaschentrick schaffte es einer allein.

Dank dem Flaschentrick schaffte es einer allein.

(Anm. der Redaktion: Die Mälo-Figur wurde auf den Fotos absichtlich unkenntlich gemacht.)

De Ällesten feiern den ältesten Ort im Sauerland

Mälo -Denkmal an der Kölner Straße.
Mälo -Denkmal an der Kölner Straße.

Beim Grevenbrücker Veilchendienstagszug erwartet die Besucher eine wahre Sensation: „Förde ist 2000 Jahre alt“. Und dieses Ereignis wird vom Stammtisch „De Ällesten“ mit einem Großwagen – mit Muskelkraft gezogen – eindrucksvoll in Szene gesetzt.
Recherchen haben ergeben, dass schon lange bevor die Herren von Gevore die Peperburg besiedelten, im Lenne- und Veischedetal richtig was los war.
Hier Auszug aus der freien Enzymbekloppodie Willipedia: Der Sugambrerkönig Maelo befand sich im Jahre 15 auf einem Feldzug gegen die Feinde aus Rom. Der Römerweg in Richtung Colonia führte direkt an der heutigen Biogasanlage vorbei. Wegen der tollen Lage und der herrlichen Aussicht schlugen die Germanenstämme an dieser Stelle ihre Lager auf. Während die Männer um ihre Frauen knobelten, wurden unzählige Runden Bier aus den Trinkhörnern in die durstigen Kehlen gekippt (desh. heute „Kippel“).
Auch auf der Rückkehr von ihren Beutezügen wurde hier halt gemacht und kräftig gefeiert. Man nannte diese fruchtbare Stelle, wo zwei Ströme zusammenflossen und wunderbar gefeiert werden konnte „Vortreffliche Erde“. Im Laufe der nächsten Jahrhunderte enstand hieraus die Abkürzung „Vo-Erde“ bis zum heutigen „Förde“.
Nach römischen Überlieferungen ist damals ein Sohn Maelos im Nachbartal sesshaft geworden. Dieser Ort wurde in den Büchern Tacitus als „Casa Germania“ (dtsch. Germaniahütte) bezeichnet.

„Ein alter Knochen-Fund beweist, dass hier später sogar ein Kaiserreich entstanden ist“, meinen jedenfalls die Grevenbrücker Narren in ihrer recht eigentümlichen, historischen Bewertung.

Das Foto zeigt Mälo, wie er nachdenklich auf die Ruine Boerger auf der anderen Straßenseite blickt. Über hundert Jahre konnte er beobachten, wie hier seine Nachfahren zum Feiern und Knobeln einkehrten und später wieder hinausstolperten.